Kamera, was ich hatte und noch habe

Die Anfänge waren natürlich durch sogenannte analoge Kameras geprägt, wobei ich auf das Kleinbildformat 36 x 24 fixiert war. Obwohl ich auch mal eine Agfa “Ritsch-Ratsch-Klick” für Pocketfilm hatte.

1992 ging es dann mit dem Nikon-System los, dem ich bis heute treu geblieben bin, allerdings aus pragmatischen Gründen, denn ein Systemwechsel bedeutet immer Geld in die Hand nehmen.

dacora-sup

Das war der Anfang, eine “DACORA super dignette Cossar 1:2,8/45 mm”

mit Nachführbelichtungsmessung.
Man stellte die Belichtungszeit oder Blende ein und konnte dann nach einer Skala mit Belichtungszeiger den Abgleich vornehmen.
Die Belichtungszeit 1/15 - 1/500 und B! wurde am Objektiv eingestellt.
Dieser Apparat war ab ca 1964 mein ständiger Begleiter in der Freizeit und bei Sportveranstaltungen.
Fotografiert habe ich zuerst natürlich auf schwarz/weiss-Film, die in der Fotodrogerie entwickelt und vergrössert wurden. Dann kamen irgendwann die ersten Farbnegativfilme auf den Markt und das musste natürlich ausprobiert werden. Wenn man sich heute diese alten Fotos ansieht, muß man einfach staunen.

exakta-TL-1000

Die erste Spiegelreflex, EXATA TL 1000

Acht Jahre habe ich die DACORA intensiv benutzt und dann das erste “muß ich haben” - Verlangen, eine Spiegelreflex. Wieder zum gleichen Fotografenmeister in der Fotodrogerie und er hatte natürlich ein Angebot im Schaufenster. Die Kamera hatte drei Wechselobjetiven 35 mm, 50 mm und 135 mm und alles war in einer Bereitschaftstasche. Ich war glücklich und ging sofort auf die Fotopirsch.
Das ging dann ca. 15 Jahre so. Sensor war zu der Zeit Farbnegativfilm mit wachsender Tendenz zum Diafilm. Ich habe eigentlich alle am Markt verfügbaren Filmtypen ausprobiert. Standard war irgenwie der KODAK und auch der Fuiji. Diese Kamera hat mich auch oft auf meine beruflichen Reisen besonders ins Ausland begleitet.

Die EXATA war ein hochwertige Kamera mit elektrischer Belichtungssteuerung. Im Internet gibt es einen Haufen Informationen, einfach mal googlen.

Leica R4

Leica R4 - Aufstieg in die gehobene Kameraklasse.

Durch Zufall wurde ich 1985 stolzer Besitzer dieser Kamera, die ich bis 1992 benutzt habe. Vom Preisniveau war das ganz einfach zu hoch für mich und deshalb kam dann eine radikale Neuorientierung, dazu später mehr.

An der Kamera hatte ich ein Summicron-R 1:2/50 mm, das sehr gut war. Zusätzlich waren mit einem Extender 100 mm möglich. Das war knapp, deshalb habe ich mir ein Tamron 135 mm angeschafft und ein Motordrive mit Handgriff, das eigentlich schon Schwachsinn. Aber so ist man halt.

Von Metz habe ich dann noch das Blitzgerät CT45 angeschafft. Das habe ich noch.

Nun etwas zu den technischen Daten:

Kleinbild- Spiegelreflexkamera,
Ganzmetall- Aluminium- bzw Zinkdruckguss, Gewicht 630 g.
Leitz-Schnellwechsel-Bajonett für Leica-R-Objektive.
Rückwand gegen Data-Back auswechselbar. Mechanischer Anschluß und Elektrokontakte für Motor-Winder und Motor-Drive.

Belichtungsmeßmethoden:

    Großfeld-Integralmessung, Mittenbetonung.
    Meßbereich +1 bis +19 EV
    Selektivmessung, 7 mm Spotbereich
    Meßbereich +3 bis +19 EV
    Meßwertspeicherung bei Selektivmessung
    Arbeitsblendenmessung
    Offenblendenmessung
    Belichtungskorrektur

Belichtungsprogramme:

    Zeit-Automatik mit Integral- und Selektivmessung.
    Blenden-Automatik mit Integralmessung.
    Progrämm-Automatik mit Integralmessung.
    Manuelle Einstellung von Zeit und Blende nach dem Nachführprinzip mit Selektivmessung

Verschlußsystem:

    Elektronisch gesteuerter Metallamellen- Schlitzverschluß mit vertikalen Ablauf.
    Elektronische Verschlußzeiten von 8 bis 1/1000 sec bei automatischen Programmen
    Mechanische Verschlußzeit 1/100 sec und B, auch bei Batterieausfall funktionsfähig.

Blitzsynchronisation:

    Mittenkontakt und Kontaktbuchse
    “X” = 1/100 sec, mechanisch gebildet, elektromagnetische Auslösung.
    “100” = 1/100 sec, mechanisch gebildet, mechanisch ausgelöst.
    “B” Zeitaufnahme von beliebiger Dauer.
    Alle Zeiten von 1 bis 1/60 sec bei manueller Betriebsart.

Suchersystem:

    Leitz-Schwingspiegel-System mit teildurchlässigen Spiegel.
    Fünf auswechselbare Einstellscheiben.
    Universalscheibe mit Mikroprismen über das gesamte Sucherfeld,
    zentraler Mikroprismenring, 7 mm Durchmesser,
    Schnittbildentfernungsmesser 3 mm Durchmesser.
    Schärfentiefenkontrolle.

Sonstiges:

    Selbstauslöser, 8 sec Vorlauf
    Mehrfachbelichtung
    Okularverschluß
    Stativgewinde